I agree! (one of my favorite quote from F. Nitzsche)

(via shiro---neko)

MEINE JAHRESCHARTS 2013

ALBEN

Platz 1 // Boards of Canada - Tommorows Harvest

Platz 2 // Bibio - Silver Wilkinson

Platz 3 // Twit One - Urlaub in der Bredoullie

Platz 4 // Flying Lotus - Until The Quit Comes

Platz 5 // Arthur Russell - Another Tough

Platz 6 // Doyeq - Never Back

Platz 7 // DDay One - Heavy Migration

Platz 8 // Lapalux - Nostalchic

Platz 9 // Bonobo - The North Boarders

Platz 10  // Ta-ku - dowhatyoulove

FILME

Platz 1 // The Act of Killing

Platz 2 // Beyond the Black Rainbow

Platz 3 // Gummo

Platz 4 // Paradies: Liebe

Platz 5 // Die Partei

I agree!

The Cinematic Orchestra! Sollte vielen hoffentlich ein Begriff sein. Im Jahre 2007 stand irgendwann ein Kumpel vor mir mit einer DVD. Sie trug den Namen “A Man with a Camera”. Es handelte sich dabei um einen russichen Stummfilm aus dem Jahre 1929 dessen musikalische Untermalung für mich auf hohem Niveau war. Cinematic Orchestra ist eine britische Band mit ca. 10 Mitgliedern deren kreativer Kopf Jason Swinscoe heißt. Die Alben “Motion”,  "A Man with a Movie Camera", "Ma Fleur" und "Every Day" werden von dem guten Label Ninja Tune vertrieben. Der Sound der Band - sowohl Live als auch im Kontext des Studios - setzt sich aus einer Live-Jazz-Band und elektronischen Samples zusammen. Die Tracks von Cinematic Orchestra werden ziemlich oft als Filmmusik eingesetzt und genau das ist der Punkt aus dem das Album "Presents in Motion Pt. 1" welches letztes Jahr erschien, entstanden ist. Swinscoe bat befreundete Musiker, Stummfilme anzusehen und diese mit ihm zu vertonen. Für mich persönlich eins der ganz großen Alben welches einem beim anhören unwillkürlich einen eigenen Film verpasst. Beim hören entstehen eigene Bilder und Emotionen im Kopf und genau das ist es was mir an der heutigen oft anspruchslosen Musik so fehlt. Danke Cinematic Orchestra für dieses wirklich gelungene Album. Mein Anspieltip ist "Outer Space" (vertont für den gleichnamigen Film von Peter Tscherkassky) mit den Gastmusikern Dorian Concept und Tom Chant am Saxophon. In diesen 10 Minuten kann man sich echt krass verlieren. Viel Spass mit dieser Klangschönheit!

// http://www.cinematicorchestra.com/

ARTHUR RUSSEL!! Mögen und lieben gelernt habe ich ihn erst im Jahre 2011 durch meine alte “WG”. Unter der Woche war uns damals oft langweilig, bis ein Bekannter damals im Mainzer “Schon Schön” Filme Abende organisierte. Der erste Film war “Wild Combination" über Arthur Russel, den ich hier an dieser Stelle auch wirklich empfehlen kann. Ja, was soll man über Arthur Russel sagen außer das er damals in den 70er und 80er Jahren einige "Pop-Hits" gelandet hat und überwiegend in New York bekannt war. Er ist ein US-amerikanischer Cellist, Sänger, Komponist und Produzent, der sich meiner Meinung nach nicht unbedingt der Norm anpasste. Seine Songs sind sehr expressionistisch, spannend und extrem kreativ. Auch seine Stimme ist für mich unter vielen rauszuhören. Wenn es nach mir geht ist “Another Thought” sein bestes Album, es ist zumindest in der ersten Halbzeit total reduziert im Aufbau und erreicht so eine großartige Tiefe im Ausdruck. Ohrenbalsam in unserer lauten Zeit. Er war ganz einfach ein Genie, das leider wegen Aids nur 40 Jahre alt werden durfte. Der Zugang zu seiner Musik ist nicht ganz einfach aber wenn man sich darauf einlässt umso schöner und wirkungsvoller. Fazit - Anhören!!!

AMETSUB. Ein Musiker aus Japan über den ich hätte schon längst mal schreiben sollen. Irgendwie habe ich entdeckt das ich einen ganz großen Faible für japanische Musiker habe. Ich stehe beispielsweise auch sehr auf Ryuichie Sakamoto, Susumo Yokota, Kyoka,  Aoki Takamasa,  Haruka Nakamura, Chihei Hatekayama, Kazumasa Hashimoto, Ryoij Ikeda und noch einige mehr. Aber nun zu Ametsub, den ich vor ca. 3 Jahren durch stupides durchklicken neben in der YouTube-Leiste als Vorschlag erhielt. Ein Klick und schon war es um mich geschehen. Seine Alben “Linear Cryptics”, “Nothing of the North" und "All is Silence" unterscheiden sich alle im guten voneinander. Jedes einzelne ist eine kleine musikalische Reise für sich. Im allgemeinen sind seine Tracks sehr spannend, von Monotonie keine Spur. Sehr viele Glitch-Elemente die gekonnt mit Piano zusammenfinden. Manchmal sanft und manchmal sehr verdreht. Bei ihm passt einfach alles zusammen. Ich ordne das ganze mal grob in die IDM Schiene ein, obwohl es mir schwer fällt Musik zu kategorisieren oder in eine Schublade zu stecken. Ich bin jedenfalls - Ametsub Fan. Und wenn Ryuichi Sakamoto auch ein großer Fan von ihm ist und nur Lobeshymnen über ihn Ausspricht dann gibt’s doch eigentlich nicht mehr dazu zu sagen ausser - lieber ein Ametsub Album anhören als das unermesslich schlechte neue Daft Punk Album.

// http://www.drizzlecat.org/

BOARDS OF CANADA! Kenne und lieben gelernt habe ich sie schon in den 90er Jahren, dürfte so im Alter von 14 Jahren gewesen sein als noch Tape und Vinyl in Mode war und die ersten CD´s rauskamen. Die beiden schottischen Brüder Michael Sandison und Marcus Sandison sind alleine schon sehr interessant wie sie Ihre Musik produzieren, dazu gab es auch mal einen ziemlich geilen Bericht in der Groove. Nun haben die beiden wieder um das neue Album ein schönes Versteckspiel kreiert. Im Mai tauchten in einigen Läden merkwürdige 12”s auf, die Schnipsel, Rätsel und Soundbits enthielten. Keine Tracks, sondern auf Platte gepresste Hinweise auf ein mögliches neues Album. Die Gerüchteküche brodelte. Diese kryptische Botschaften in Form von Audioschnipseln enthielen einen 36 stelligen Zahlencode welcher auf einer Homepage die den Namen “Cosecha-Tramsmisiones” eingegeben werden konnte. Dahinter verbarg sich ein Video in schlingender VHS-Ästhetik welches das Geheimnis des neuen Albums lüftete. “Tomorrows Harvest" kommt noch dieses Jahr, juhu!!! Das Cover ist übrigens von niemand geringerem als ISO50! "Music has the Right for Children" eines der Vorgänger Alben, ist meiner Meinung eine der schönsten Platten der 90er. "Geogaddi”, vier Jahre später hatte nicht minder viel zu melden, doch jetzt 8 Jahre nach erscheinen des letzten Albums setzten sie mit “Tomorrow´s Harvest" noch einen drauf. Unfassbar schön ist die bekannte einsame Melancholie, diese jedoch feinfühliger als in den Vorgänger Alben eingesetzt wird. Die Beats sind behäbig, die Synths sehr lang gestreckt. Die Songstrukturen sind wie ein stetiges Wandern. Einfach zauberhaft und für mich ganz, ganz weit vorne auf meinem persönlichen "Album des Jahres"-Ranking. Daher - nicht entgehen lassen!!!

 

// http://www.boardsofcanada.com/